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MM-MonopolMagazin September 2018 (2) - Trafikantensymposium

MM-MonopolMagazin September 2018 (2)


Das war das Trafikanten-Symposium 2018


Sehr geehrte Trafikantinnen und Trafikanten!


Am 31. August 2018 fand im Zuge der Fachmesse „Feuer & Rauch 2018“ in Salzburg zum ersten Mal ein Symposium der Monopolverwaltung statt.


Ziel dieser Veranstaltung war es auf die Vielschichtigkeit des Auftrages des Trafikwesens aufmerksam zu machen und alle Teilnehmer an der Diskussion teilhaben zu lassen.


Nach einleitenden Worten wurde eine kurze „Kennenlern-Runde“ für das Publikum veranstaltet. So konnte man sich mit dem Thema des Tages und den Anwesenden vertraut machen.


Derart aufgemuntert wurden die Symposiumsteilnehmer vom ersten Vortragenden, Herrn Martin Essl, über sein sozialpolitisches Projekt „Zero Project“ informiert. Die Essl Foundation fördert und verbindet in über 180 Ländern Projekte mit Unternehmen, die mittels neuer Innovationen MmB in ihrem Leben unterstützen. Damit erhalten diese einen barrierefreien Zugang zu Bildung, Beschäftigung, selbstbestimmtes Leben und politischer Teilhabe. Toll zu sehen, wie erfolgreich andere bereits heute eine sozialpolitische Zielsetzung international umsetzen.


Anschließend übernahm Mag. Hannes Hofer die Moderation der folgenden Podiumsdiskussion zum Thema „Die Trafik im Spannungsfeld zwischen Gesundheits-, Sozial- und Fiskalpolitik – Nahversorger und Kulturgut in ganz Österreich!“


Teilnehmer waren neben Martin Essl, Frau Uni.-Prof. Dr. Fischer, Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und –therapie vom AKH Wien, Herr Dr. Hansjörg Hofer, österreichischer Behindertenanwalt, Dr. Christian Helmenstein, Leiter des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung und Dr. Ernst Koreska, Prokurist der Monopolverwaltung und Leiter der Monopolverwaltung für W/NÖ/Bgld. Josef Prirschl als Vorsitzende des Bundesgremiums sagte leider ab. Er wollte als Protest gegen das Rauchverbot bei der Messe an keinem offiziellen Termin aktiv teilnehmen. Die MVG hat dies bedauert. Seiner Bitte dies zu respektieren und auch keinen anderen Trafikanten zum Podium einzuladen ist die MVG nachgekommen.


Sie alle diskutierten lebhaft zur Mission der Monopolverwaltung eines verantwortungsvollen Vertriebes von sensiblen Genussmitteln, unter Berücksichtigung von gesundheitspolitischen, sozialpolitischen und fiskalpolitischen Zielsetzungen.


Es gelang Herrn Essl für die Herausforderungen im Trafikwesen zu begeistern – spontan entwickelte er Ideen – wie zum Beispiel ein eigenes Lottoprodukt, welches exklusiv von den Trafikanten vertrieben wird und dessen Erlöse MmB zur Verfügung stehen sollten.


Die Diskussion zur Gesundheitspolitik war überraschend und kontroversiell zugleich. Dr. Fischer gestand ein, dass das Zahlenmaterial über die Raucher in der Suchforschung fast amateurhaft gesammelt wird. So wundert es nicht, dass die Aussage, dass in Österreich die Raucherquote nicht sinkt, während die Absatzzahlen an Zigaretten laufend abnehmen. Dann brachte sie den Vergleich des Trafikwesens mit dem Glückspiel. Dort würden Spielsüchtige von den Casinos vom Spielen abgehalten, da wäre eine ähnliche Maßnahme bei den Trafiken naheliegend. Dr. Koreska machte klar, dass dieser Vorschlag für Trafikanten, die vom Tabakverkauf ja leben, nicht vorstellbar ist. Für Kontroverse war gesorgt.


Dr. Helmenstein verdeutlichte die Höhe der Einnahmen durch die Trafiken. Mit rund 2,5 Mrd. Euro entsprechen die Einnahmen so viel wie die Regierung für die innere Sicherheit – also für die gesamte Polizei ausgibt. Eine Zweckwidmung der Einnahmen für das Gesundheitswesen wies er aus finanzwissenschaftlichen Überlegungen entschieden zurück.


Danach war das Publikum aufgerufen in Kleingruppen auf den jeweiligen Tischen sich über die Podiumsdiskussion auszutauschen. Es wurden auch konkrete Maßnahmen gesammelt, um das Trafikwesen weiter in Richtung Umsetzung der Mission zu führen. Die Vorschläge wurden gesammelt und im Anschluss präsentiert. Aktive Arbeit an einem positiveren Image für Trafikanten war der Wunsch mehrerer Tische an die Monopolverwaltung genauso wie faktenbasierte Darstellung der wirklichen ökonomischen Situation sowie das Aufzeigen des wirklichen Arbeitsaufwandes der Trafikanten.


Als krönender Abschluss des Symposiums stellte Dr. Christian Helmenstein die Studie zum Trafikwesen vor, welche die MVG in Auftrag gegeben hatte. Die erste empirische Studie zum Trafikwesen seit über 120 Jahren!


Untersucht wurden die mikroökonomischen und makroökonomischen Fußabdrücke der Branche. Es bestätigte sich, dass die Vergabe von Trafiken an Menschen mit Behinderung deren Lebenssituation deutlich verbessert. Mit rd. 2,5 Mrd. Steuerleistung wird jeder 30. Steuereuro des Bundes vom Trafikwesen eingehoben.


Die Zuhörer waren von den Ergebnissen sehr beeindruckt.


Die Veranstaltung wollte auf das Spannungsverhältnis hinweisen, in dem sich das Trafikwesen befindet. Die Beiträge am Podium haben das ganz gut widergespiegelt. Die noch Tage andauernde Diskussionen in Fach- und Sozialen Medien haben dies bewiesen. Alle Teilnehmer wurden an diesem Vormittag zu Akteuren und waren nicht nur Zuschauer. Sie konnten sich aktiv einbringen.


?Während die eingeladenen Gäste sich der Diskussion an den Tischen stellten, machten einige Teilnehmer von der Möglichkeit nicht Gebrauch. Sie zogen es teilweise vor vorzeitig die Messe zu besuchen. An Diskussionskultur kann unsere Branche noch viel lernen. ? (STREICHEN!!!, oder?)


„Ich bin froh, dass wir dieses erste Symposium gemacht haben. Es wurde genauso interaktiv, wie ich mir die Arbeit der MVG vorstelle. Gleichzeitig haben auch wir als Veranstalter viel gelernt und wollen es bei einem nächsten Mal noch besser machen.“, meinte Hannes Hofer in seinem Abschlussstatement.


Im Folgenden Links zur Zero Project Hymne und ausgewählten Fotos:

Hymne Zero Project: https://www.youtube.com/watch?v=8Orm1AcXmtQ

Fotos: https://www.feuer-und-rauch.at/rueckblick


Ihre Monopolverwaltung






Das aktuelle Magazin, sowie bereits in diesem Jahr versendete, finden Sie wie gewohnt auf unserer Homepage unter www.mvg.at unter dem Button "MonopolMagazin Archiv".

Mag. Hannes Hofer
Geschäftsführer

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